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Geschichte

 

 

 

 

Althüttendorf

Der Ort liegt südöstlich des Grimnitzsees. Ort und See gelten heute als Geheimtipp für Touristen aus Berlin und Umgebung. Nichts Schöneres gibt es, als den mächtigen Grimnitzsee zu umwandern oder zu umradeln. Wie der Name andeutet, bestand hier zunächst nur eine Glashütte. Ihr Standort war in der Nähe des Friedhofs, wie Funde von Scherben und Schlacke belegen.

Die Glashütte wurde nachweislich 1653 durch den kurfürstlichen Oberjägermeister eingerichtet und mit Glasmachern aus Böhmen und Hessen besetzt. Sie produzierten Trinkgeschirr und Fensterglas. Glasmacherei brachte jedoch keinen Reichtum. Deshalb arbeiteten die Althüttendorfer auch auf landwirtschaftlichen Flächen, die sie selbst gerodet hatten.

Mit der Inbetriebnahme des Bahnhofs im Jahre 1898 entwickelte sich die Steinschlägerei.

Die Rohstoffbasis bildeten die bis zu acht Meter mächtigen Blockpackungen in den Ihlowbergen. Ende der sechziger Jahre wurde dieser Wirtschaftszweig eingestellt. 

Eine 1828 erbaute Bockwindmühle steht heute noch gut erhalten am Ufer des Grimnitzsees. 

Neugrimnitz

Funde beweisen, dass das Gelände um diesen kleinen Ort schon von den Slawen besiedelt war. In dieser Zeit erhielt Neugrimnitz sein heutiges Ansehen. Nach den Schwedenkriegen (1674 - 1679) wurden eine Glashütte und ein Wohnhaus errichtet. Ein Brauhaus, ein Backhaus und umfangreiche Stallungen kamen dazu. 1682 wurde hier die dritte Grimnitzer Glashütte von Gabriel Supe errichtet. 1749 wurden die Vorwerke Neugrimnitz, Grumsin und Mellin aus der Verwaltung des Liebenwalder Amtes herausgenommen und bildeten bis 1839 das königliche Amt Grimnitz.

 

Aus dieser Zeit hat Neugrimnitz sein heutiges Aussehen. 1745 wurde eine neue Glashütte eingeweiht. Sie existierte ca. 50 Jahre und stellte grüne Gläser her. Die Fertigwaren gingen per Fuhrwerk nach Liepe und wurden dort per Schiff nach Berlin, Magdeburg und Stettin gebracht. Um 1850 wurden 883 Morgen Land mit 13 Tagelöhnerfamilien beackert. Zeitweilig wurden bis zu 2000 Schafe von einem Schäfer betreut. Wichtige Einnahmen erzielte die Gemeinde aus der vorhandenen Brauerei und der Brennerei. Tagelöhner bestellten die Äcker. Mit der Bodenreform 1945 fand der Gutsbetrieb sein Ende. 

 

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